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E-Blogs schließt! Danke für alles.

E-Blogs schließt! Danke für alles.

Nach nur 11 Monaten Existenz verlassen wir die europäische Blogosphäre. Am 31. Dezember werden wir das Übersetzen einstellen. Zum Abschied haben wir unser "Best Of 2010" zusammengestellt: Über die nächsten Tage veröffentlichen wir noch einmal die Blogeinträge, die uns am meisten gefallen haben. Dieser kleine Nachtrag ist ein würdiger Abschluss ...

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Blogs sind die Quelle von Konversationen

BEST OF 2010: Dieser Post wurde am 28.10.2010 veröffentlicht
Ist der riesige Erfolg der sozialen Netzwerke wie Twitter und Facebook eine Gefahr für die Existenz der Blogs, die ein zu “traditionelles” Format geworden sind? Nein, antwortet der Franzose Frédéric Cavazza. Dieser ist Internetberater und Blogger und erklärt an dieser Stelle warum und wie die Blogosphäre sich weiterentwickelt. Die Blogs sind nicht tot! Habt Ihr etwa daran gezweifelt?

Foto: Taro Yamamoto / Flickr / CC Lizenz

In letzter Zeit höre ich nur noch von Facebook, Twitter und Foursquare. Diese sozialen Netzwerke sind natürlich sehr aktiv, aber ich habe den Eindruck, dass sie im Vergleich zu anderen sozialen Medien und insbesondere den Blogs überschätzt werden. Ich möchte mit diesem Artikel zwei Dinge betonen:

1. Der Blogosphäre geht nicht die Luft aus, sie ist bloß im Wandel;

2. Die Blogs sind der Rohstoff für Konversationen, die die anderen sozialen Medien in Gang bringen, darunter auch jene, die den schnellen Austausch begünstigen (Twitter und Facebook).

Um meine Argumente zu untermauern nutze ich mehrere große Studien, die vor kurzem veröffentlicht wurden. mehr…

Würdet ihr einen Obdachlosen in die Arme nehmen?

BEST OF 2010: Dieser Post wurde am 19.11.2010 veröffentlicht
Diese junge Britin setzt sich für die Obdachlosen ein, weil sie selber mal kein Dach über dem Kopf hatte. Sie wurde aus unterschiedlichen Häusern rausgeworfen: The Homeless Girl lebte in Hotels und schlief in den Straßen, nun hat sie ein Zuhause gefunden. Aber sie schreibt weiterhin über ein Thema, das heute immer noch tabu ist. Sie möchte nicht als Wortführerin angesehen werden. Sie ist nur eine Stimme. Mit einer packenden Story, die sie mit E-Blogs teilt.

Foto: Adrian Miles | Flickr, CC Lizenz

Ich nehme mal an, dass die meisten Menschen, die dieses Blog lesen, bereits ein Herz für das Schicksal von Obdachlosen und das Leiden anderer haben. Wenn nicht, hoffe ich, dass es nach dem Lesen dieses Posts so sein wird.
Die Wahrheit ist jedoch, dass viele Menschen nicht so wie Ihr denken und als ich am Wochenende in London war, habe ich dies wieder mal festgestellt.
Ich stieg in den Zug an der U-Bahnhaltestelle Moorgate und sah einen Mann, der an der Wand lehnte und weinte.
Ich ging mit der Person, die mich begleitete, an ihm vorbei. Ich wusste, dass es Heuchelei wäre, an ihm vorbeizugehen und ihn zu ignorieren.
Also kehrte ich um und fragte ihn, ob mit ihm alles in Ordnung sei und er sagte Nein. Er bettelte und er hatte es satt, immer zum Teufel geschickt und wie Dreck behandelt zu werden. Ich konnte den Alkohol in seinem Atem riechen. mehr…

Polizeikontrolle und Scharmoffensive

BEST OF 2010: Dieser Post wurde am 03.11.2010 veröffentlicht
Bei der Ausführung ihrer Arbeit werden die Polizisten mit allerlei tragischen aber auch komischen Situationen konfrontiert. Den Alltag dieser “Basis-Bullen” erzählt uns Bénédicte Desforges, die gleichzeitig Polizeioberst, berühmte französische Bloggerin und talentierte Schriftstellerin ist. Ihre “chroniques de la police ordinaire” (Chroniken der normalen Polizei) erzählen oft sehr lustige, aber auch rührende und immer authentische Geschichten…

Foto : Rama, Wikimedia Commons

Wir kontrollierten Autos auf einer breiten Fahrbahn, damit wir zwei oder drei Autos parken konnten, ohne den Verkehr zu behindern. Jeder von uns hatte mit seinem Auto zu tun, das ist eine Routineaktion, die wir fast mechanisch ausführen. Führerschein, Fahrzeugschein, Versicherung; wenn alles in Ordnung war, ging es schnell. Manchmal gab es eine kleine Belehrung bei nicht angeschnalltem Gurt und auch ein paar Strafzettel, wenn notwendig.

Ich kontrollierte also die Papiere eines Fahrers, als meine Aufmerksamkeit sich meinem Kollegen zuwandte, der ein Auto kontrollierte, das ein paar Meter vor mir stand. Er war erstaunlich still, mit baumelnden Armen vor dem geöffneten Fenster. Er rührte sich nicht, schien wie vom Blitz getroffen, sprach auch nicht und sah total verloren aus.

Ich tat ein Schritt zur Seite, immer noch mit den Papieren und meinem Strafzettelblock in der Hand, um zu sehen was los war und die Situation zu verstehen. Ich sah seine erhobenen Augenbrauen und seinen starrer Blick ins Innere des Autos und ich machte mir langsam Sorgen. Schnell bekam ich es mit der Angst zu tun.

Im Sekundenbruchteil hatte mein Vorstellungsvermögen eine ganze Reihe an schrecklichen Szenarien ausgearbeitet. Der Fahrer war tot. Ein Toter saß neben dem Fahrer. Irgendetwas schreckliches war im Auto, vielleicht ein Tier, möglicherweise ein Reptil, das meinen Kollegen in so einen Schockzustand versetzt hatte. Ein riesiges Reptil. mehr…

Wie erkennt man ein falsches Lächeln?

BEST OF 2010: Dieser Post wurde am 16.11.2010 veröffentlicht
Ein Psychologieprofessor in Kalifornien hat einen sehr ernst gemeinten Online-Test konzipiert, mit dem man sein Urteilsvermögen testen lassen kann. Es geht darum, zu erkennen, ob ein Lächeln echt oder falsch ist. Ist so etwas also wirklich möglich? Absolut, denn je nachdem man eine Lüge oder die Wahrheit von sich gibt, wird die Bewegung der Gesichtsmuskulatur unbewusst von verschiedenen Teilen des Gehirns gesteuert, was darüber Auskunft geben kann, ob das Lächeln ehrlich gemeint ist oder nicht. Probiert es doch mal aus!

Wer die TV-Serie Dr. House verfolgt, weiß, dass der berühmte Arzt die Körperbewegungen seiner Patienten genau zu analysieren weiß und so herauszufinden vermag, ob sein Gesprächspartner ihn gerade anlügt. Ein Talent, das ihm häufig in die Hände spielt, was er mit höchstem und zynischem Genuss quittiert.
Und ihr da draußen… würdet ihr erkennen, wenn euch jemand anlügt?
Jetzt könnt ihr diese Fähigkeit beim “Spot the Fake Smile” testen lassen, einem Experiment, mit dessen Hilfe ihr Personen anhand ihres Lächelns als Lügner oder aufrichtige Menschen beurteilen könnt.
Dieses Experiment ist das Werk von Paul Ekman, Psychologieprofessor an der Universität von Kalifornien, der einen Großteil seiner wissenschaftlichen Laufbahn der Erforschung der Gesichtsmuskeln gewidmet hat.
In diesem Foto habe ich 18 von 20 Lächeln richtig zugeordnet! So bin ich nun um eine Fähigkeit reicher, die mir als Pokerspieler in die Karten spielen würde! :-)
Ich habe die Ergebnisse gelöscht, damit ihr auch euer Glück versuchen könnt. mehr…

Kuriose Tastaturen: Wie tippten unsere Großeltern?

BEST OF 2010: Dieser Post wurde am 13.10.2010 veröffentlicht
Wussten Sie, wieso die Tastaturen der Computer mit “qwerty” (oder “azerty” in Frankreich) anfangen? Alles fing mit den ersten Schreibmaschinen 1869 an. Die am wenigsten benutzten Buchstaben (Q,W,Z) wurden neben den am meisten benutzten (A,E) angeordnet, um die Sekretärinnen davon abzuhalten, zu schnell zu schreiben und somit die Metallplättchen zu blockieren, an deren Spitze sich die Buchstaben befanden. Und diese Anordnung haben wir beibehalten. In der Reihe “Kurioses” stellen wir Ihnen heute eine Galerie historischer Tastaturen vor, Schätze, die von dem spanischen Blogger Alvy des Blogs Microsiervos (unter den Top 10 der Technikblogs in Wikio), auf Flickr gefunden wurden.

Einige der Fotos kurioser Tastaturen, die ich bei meiner Suche nach diesem Thema auf Flickr gefunden habe:

ETAOIN (CC) Mark Eichin @ Flickr

Dies ist eine Tastatur der Linotype-Setzmaschine, mit der früher Bücher getippt wurden, mit der Tastenkonfiguration etaoin shrldu, die der Häufigkeit der Verwendung der Buchstaben in der englischen Sprache von oben nach unten entspricht: E ist der am meisten verwendete Buchstabe, danach T, A. etc.

The WHO ARE YOU key (CC) Paul Downey @ Flickr

Dies ist eine Teletype/Telex-Tastatur aus dem Jahr 1960, mit eigener @-Taste 1, der kuriosen Taste “Wer bist Du?” und einer anderen, um eine Glocke läuten zu lassen. mehr…

Ein Fußballfan auf feindlichem Boden

BEST OF 2010: Dieser Post wurde am 24.06.2010 veröffentlicht
Uns allen ist es wohl schon einmal passiert, sich völlig fehl am Platz zu fühlen: Man kommt verkleidet auf eine normale Party, kommt käseweiß Mitte August zum Strand, wo die anderen schon seit Wochen in der Sonne backen… Auch diesem Blogger ist so etwas passiert. Er gibt uns hier eine Geschichte, wie sie das Leben schreibt, von einem Fußballfan von Palermo zum Besten. Mit ein paar Freunden hatte er das Vergnügen, ein Palermo-Mailand Spiel in der Kurve der Milanisti zu erleben.

mehr…

Musikalienhändler am Rande des Nervenzusammenbruchs

BEST OF 2010: Dieser Post wurde am 31.08.2010 veröffentlicht
Ein Besuch im Musikgeschäft ist fast wie Urlaub: entspannte Atmosphäre, überall nette Spielzeuge, die man auch anfassen darf, Diskussionen mit Gleichgesinnten… Doch wie steht es um diejenigen, die tagein tagaus die Kreativität der Kunden über sich ergehen lassen müssen? Das deutsche Blog “Social Media Marketing, SEO Blues & Rock’n'roll” weiss die Antwort.

Wenn man sein Hobby mit dem Beruf verbinden kann, hat man doch eigentlich schon alles richtig gemacht, oder? Für einen Musiker kann der tägliche Job in einem Fachgeschäft allerdings auch zur echten Qual werden, wie man sehen und vor allem hören kann…

Den kompletten Artikel auf dem Blog “Social Media Marketing, SEO Blues & Rock’n'roll” lesen.

Dieser Artikel wurde von E-Blogs auf Französisch, Italienisch, Spanisch und Englisch übersetzt.

Ein Blogger trifft die Landfahrer Frankreichs

BEST OF 2010 – Veröffentlicht am 11. September
Im vergangenen Sommer hat die Polemik zu der Ausweisung von Roma aus Frankreich die politischen Blogger natürlich in Frankreich, aber auch im Ausland nicht kalt gelassen. Neben der – fast einstimmigen – Empörung kann man hier ein erfrischendes Zeugnis eines französischen Profi-Bloggers lesen. Yann Savidan hat beschlossen, die “Landfahrer”, die in seiner Gegend in der Bretagne leben, zu treffen. Er zeigt uns eine ganz andere Perspektive: die der “Landfahrer” auf Frankreich und auf die Politik.

Man liest und hört soviel hier und da, Meinungen, Stellungnahmen bezüglich der Maßnahmen von Brice Hortefeux gegenüber den Roma und den Landfahrern, daher habe ich einen Karavan-Stellplatz besucht, der sich zufällig in meinem Kanton befindet. Dort wollte ich die Leute zu treffen, die in das Visier einer Regierung geraten sind, welche die Ideen vom Rechtsextremisten Jean-Marie Le Pen umsetzt.


Als ich den Bereich betrete, der ihnen zugewiesen wurde, kommen Kinden auf Fahrrädern voller Freude an und empfangen mich mit einem schönen breiten Lächeln und einem Bonjour. Ich richte mich an die Größte der Gruppe:

-Ich würde gerne den Chef des Camps treffen

-Mama, da will ein Gadscho1 den Chef sehen

Eine junge Frau kommt aus einem Wohnwagen und ich erkläre ihr, wieso ich hier bin. Sie würde das Reden lieber den Männern überlassen, dann aber kommt Linda und ich frage sie, ob wir über die Situation der Landfahrer und über die derzeitige Sicherheitspolitik2 reden können. Sie ist einverstanden. mehr…