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Unsere Jeans sind vergiftet!

Greenpeace hat gerade einen Bericht über die Textilindustrie in China veröffentlich. Der Umweltschutzverein hat sich mit der Lage in der Provinz Guangdong, einer stark bevölkerten Region im Süden, an der Grenze zu Hong-Kong, befasst. In der Gegend beruhen 80% der Wirtschaft auf Textil und unter anderem auf der Herstellung von Jeans. Der Organisation zufolge enthalten die Kleider aus der “weltweiten Jeans-Hauptstadt” (Spitzname der Xintang-Stadt) Spuren von Schwermetallen, wie Merkur oder Chrom. Marion Lahore, Mode-Bloggerin aus Frankreich, hat beschlossen, eine Internetkampagne für “saubere” Jeans zu starten.

Wie viele Stunden pro Woche tragt ihr Jeans? Rechnet es mal aus, es ist ganz einfach: “Bei mir hängt das davon ab, ehm…”, “Also, bei mir ist das so, ich trage nur das!”, “Am Wochenende ist das okay, auf der Arbeit ist es schwieriger!”

Also, lasst uns einen kleinen und bescheidenen Durchschnitt nehmen: 12 Stunden pro Woche. Das entspricht fast 6 Jahren unseres Lebens.

Jeans sind wie eine zweite Haut, sie schmiegen sich an unseren Körper, passen sich unserer Figur an, ummalen unsere Schenkel, unseren Hintern. Genau dieses Jeans sind voll von Giften: Chrom, Merkur, Blei, und noch viele mehr!

In einem Bericht vom 1. Dezember verurteilt Greenpeace die Art und Weise, wie Jeans (alle Marken, von street bis Designer)  in China gefärbt, gewaschen und stone-washed werden.

Doktor Pascal Roux, Direktor der Gesundheits- und Umwelt-Beratungsagentur Signaux Forts, erklärt die Lage etwas genauer:

Diese chemischen Substanzen, die man Schwermetalle nennt, sind für den Menschen giftig, insbesondere über den Nahrungsweg oder den Atemweg, jedoch viel seltener durch Kontakt mit der Haut. Das Risiko betrifft also vor allem die Textilarbeiter, die in Ländern arbeiten, in denen es keinen Schutz gibt, da sie diese giftigen Dämpfe einatmen. Und natürlich auch alle Bevölkerungen, die Produkte essen, die in einer vergifteten Umgebung hergestellt wurden.”

Natürlich verspeisen wir jetzt nicht unbedingt unsere Lieblingsjeans. Aber… Anfang der 1990er Jahre haben sich unabhängige Institute überall auf der Welt zusammengeschlossen um das Label Oeko Tex zu gründen, das die Verbraucher vor Gesundheitsrisiken schützen soll. Krebserregende Farbstoffe und Schwermetalle sind natürlich streng verboten. Was die Jeans angeht, so ist die Antwort eindeutig: Eine Haut mit einem etwas zu saurem PH-Wert oder auch Schweiß begünstigen den Austausch zwischen Körper und Kleidungsstück.

Um es zusammenzufassen: Für die Herstellung unserer Jeans wird die Gesundheit chinesischer Arbeiter (die manchmal Kinder sind) aufs Spiel gesetzt und Menschen müssen in einem ultra-verschmutzten Umfeld leben. Wir Konsumenten sind den negativen Effekten dieser giftigen Substanzen ausgesetzt, auch wenn die Risiken für uns schwächer sind.

Jeans sind das Symbol unserer Freiheit, unserer Jugend, unserer Revolten, unserer Freuden, der Chancengleichheit. Und wir möchten das alles behalten! Aber wir können es nicht hinnehmen, dass so ein Giftzeug auf unsere Haut, auf die unseres Mannes, unserer Kinder gelangt! Es ist Zeit, dass wir die Sache in die Hand nehmen! Lasst uns unsere Jeans selbst wählen, anstatt die Industriellen für uns entscheiden zu lassen!

[Unser Blog] No Ticket wird weiterhin nachforschen, Spezialisten interviewen und nicht akzeptable Praktiken verurteilen.

Aber ihr könnt auch etwas tun. No Ticket startet heute eine Kampagne, um die Hersteller auf unsere Forderungen aufmerksam zu machen: I want Green Jeans !

Haben Sie eine Bemerkung zu der Übersetzung? Schreiben Sie uns: eblogs-feedback@wikio.com
Wikio

In → Frankreich, Umwelt

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